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    Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte

    PD Dr. Katrin Max: Aktuelles

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    Workshop

    Das Wissen der DDR-Literatur: Ansätze einer wissensgeschichtlich akzentuierten Literaturgeschichte

    13. und 14.10.2017

    Leuphana Universität Lüneburg

    Was weiß die DDR-Literatur? Welche szientifischen oder kulturellen Wissensbestände hat sie produktiv anverwandelt und welches Wissen hat sie dabei selbst hervorgebracht? Fragen nach der Beziehung zwischen Literatur und Wissen bzw. Wissenschaft stehen seit vielen Jahren im Fokus der Literatur- und Kulturwissenschaft, allerdings sind sie für den Gegenstandsbereich der DDR-Literatur bislang kaum gestellt worden. Das mag zum einen daran liegen, dass auf der DDR-Literatur noch immer der Ruf einer staatstragenden Literatur lastet, die nur die ‚halbe Wahrheit‘ gesagt hat. Zum anderen geriet die Verflechtungsgeschichte zwischen der DDR-Literatur und den Wissenschaften bislang kaum in den Blick einer stark politisch-sozialgeschichtlich ausgerichteten DDR-Literaturforschung.

    Der Workshop möchte Ansätze für eine Neukontextualisierung der DDR-Literaturgeschichte erarbeiten, indem er der Bedeutung szientifischer sowie kultureller Wissensbestände für die DDR-Literatur nachgeht. Der Begriff des ‚Wissens‘ wird dabei bewusst weit gefasst, sodass nicht nur Verflechtungen zwischen der DDR-Literatur und den (Natur-)Wissenschaften aufzudecken sind, sondern auch die Beziehung der DDR-Literatur zu politisch aufgeladenen kulturellen Wissensdiskursen wie jenen der Arbeitswelt. Willkommen sind darüber hinaus theoretisch fokussierte Beiträge, die den wissensgeschichtlichen Ansatz mit Blick auf die DDR-Literatur reflektieren oder mit anderen Ansätzen vergleichen.

    Der Workshop knüpft an die Diskussionen einer von Katrin Max organisierten Tagung an (vgl. Tagungsband „Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung“, Würzburg 2016). Perspektivisch dient der Workshop dazu, ein themenorientiertes Netzwerk zu schaffen, das sich mit der Literatur der DDR (auch in Wechselwirkung mit der bundesdeutschen und den sozialistischen Literaturen) unter dem Gesichtspunkt ihrer literarhistorischen Rekonstruktion beschäftigt.

    Geplant sind 10 Präsentationen von je 30 Minuten Länge. Ein detailliertes Programm folgt in Kürze.

    Organisation und Konzeption: Dr. Angela Gencarelli (Lüneburg), PD Dr. Matthias Aumüller (Wuppertal), PD. Dr. Katrin Max (Leipzig)

    Kontakt:
    Dr. Angela Gencarelli
    Leuphana Universität Lüneburg
    Scharnhorststraße 1, C5.223a
    21335 Lüneburg
    angela.gencarelli@leuphana.de

     

    Neuerscheinung

    Katrin Max (Hg.)

    Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung

    388 Seiten

    ISBN 978-3-8260-5436-5, € 49,80

    Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg

    Die DDR-Literatur-Forschung hat sich seit dem Ende des historischen Staates DDR mit der Frage auseinanderzusetzen, auf welche Weise von nun an literaturwissenschaftliche Betrachtungen ihres Forschungsgegenstandes möglich seien. Verschiedene Debatten, die unmittelbar nach der politischen Wende 1989/90 geführt wurden und die zum Teil so weit reichten, die Existenz einer Kategorie ‚DDR-Literatur‘ überhaupt in Zweifel zu ziehen, zeugen von dem Bemühen um Neuorientierung und Standortbestimmung in jenen Jahren. Heute, gut ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung, ist eine gewisse Konsolidierung erkennbar. Die zeitliche Distanz erlaubt nicht zuletzt eine Neuausrichtung, wobei die forschungsgeschichtlichen Traditionslinien aufgegriffen werden und im Sinne aktueller germanistischer Fragestellungen ihre eigenen Akzentuierungen erfahren. Der vorliegende Band zeigt mit seinen Beiträgen, dass das Forschungsgebiet DDR-Literatur gegenwärtig äußerst attraktiv ist, erlaubt es doch – aufbauend auf den in den 1990er Jahren erarbeiteten Positionen – sowohl eine Fortführung der tradierten Schwerpunkte als auch eine Öffnung hin zu erweiterten Themen mit neu vorgenommenen Bezügen.

    Inhaltsverzeichnis

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    Am Hubland
    97074 Würzburg

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